Stadtkontext

Knastbesuch des AKJ Bremen

Ausführlich wurde auch darüber berichtet, welche Maßnahme ergriffen würden, um die Gefangenen auf ein straffreies Leben außerhalb der JVA vorzubereiten. So werde für jeden Insassen ein Haftplan erstellt und in, teilweise von Psychologen unterstützten, Gesprächen versucht den Grund für die Straffälligkeit herauszuarbeiten. Zudem dürften die Gefangenen eigene Feste, zB. an Weihnachten, organisieren und würden dabei vom Personal der JVA unterstützt. Auch nach der Entlassung werde versucht den Gefangenen unter die Arme zu greifen und die persönlichen Verhältnisse wieder herzustellen.

Insgesamt blieb der Eindruck, dass es sich bei der JVA Oslebshausen wohl um eine der fortschrittlicheren Anstalten handelt. Denn statt bloßem Verwahren wird offenbar effektiv an der Resozialisierung und der menschenwürdigen Behandlung der Inhaftierten gearbeitet. Um besser arbeiten zu können benötigten sie aber eigentlich doppelt so viele Mitarbeiter, so der Leiter der Justizvollzugsbeamten.

 

Forum Recht – Knastzölibat

Verhaltensregeln bei Knastbesuchen

 

About AKJ.HB

Der AKJ-Bremen war ein Zusammenschluss von Studierenden an der juristischen Fakultät der Uni Bremen. Sie setzen sich für eine kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Verhältnissen und der juristischen Ausbildung ein. Es ging ihnen um Aufklärung und Ausbildung, die Theorie und Praxis vernetzt und so die sozialen Bezüge des Rechts reflektiert und den kritischen Umgang mit Recht fördert. Sie traten für eine antifaschistische, basisdemokratische und emanzipatorische Gesellschaft ein und wandten sich gegen jede Form von Diskriminierung, insbesondere Antisemitismus, Rassismus und Sexismus. Am 11.09.17 gab der AKJ-Bremen ihre Auflösung bekannt. Ihre Artikel, Veröffentlichungen und Prozessberichte sind auf Stadtkontext.de als Archiv weiterhin verfügbar.

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