Abschiebungen verhindern!
Aktuell sind bundesweit 10.000 Menschen von der Abschiebung nach Ex-Jugoslawien bedroht. In ein Land, in dem wie Fitim, die Roma ausgegrenzt, verfolgt und diskriminiert werden. Wie unzĂ€hlige aktuelle Berichte von Menschenrechtsorganisationen belegen und kritisieren, ohne dass die verantwortlichen Regierungen das zur Kenntnis nehmen und die FlĂŒchtlingspolitik Ă€nderten. Stattdessen werden KriegsflĂŒchtlinge in Deutschland kriminalisiert und in der Ăffentlichkeit als Problem abgestempelt.
Dabei hatte die Bundesrepublik 1998 eine kritikwĂŒrdige Beteiligung am Kosovo-Krieg und damit auch eine erhöhte Verantwortung fĂŒr die FlĂŒchtlinge und ihrer Situation. Das eine zwangsweise Abschiebung nach beinah 20 Jahren gegen Menschenrecht verstöĂt, kĂŒmmert hier kaum die Beamten. Im Gegenteil! Hinzu kommen juristische Probleme, da die Gesetzgeber sich scheuen, ein transparentes und auch im Sinne der von Deutschland ratifizierten Genfer FlĂŒchtlingskonvention, angemessenes Gesetz zu schaffen und eine auf die Interessen der Betroffenen zugeschnittene FlĂŒchtlingspolitik zu entwickeln.
Nach bald 20 Jahren soll Fitim, der wie seine Eltern im Status der Aufenthaltsbefugnis bzw. aktuell mit Duldung in Delmenhorst lebt, in die schiere Unsicherheit abgeschoben werden. Die AsylantrÀge der Familie wurden wie in tausenden vergleichbaren FÀllen abgelehnt und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bleibt ihnen unnötig verwehrt. Die tÀgliche Angst, die damit verbundenen psychischen Belastungen vor der möglichen Abschiebung, war und ist stets fester Bestandteil des Alltags der Roma in Deutschland.
Wir, viele Organisationen, VerbĂ€nde und Einzelpersonen aus Delmenhorst, Bremen, Oldenburg und der gesamten Region, möchten uns gegen die drohenden Abschiebungen wehren und die gĂ€ngige rassistische Abschiebepraxis grundlegend kritisieren. Jeder Mensch soll dort leben, wo er oder sie es möchte, unabhĂ€ngig der restriktiv-repressionistischen FlĂŒchtlingspolitik Deutschlands und anderer EU Staaten.
Um ĂŒber die Situation und LebensrealitĂ€t abgeschobener Ashkali und Roma in Ex-Jugoslawien zu informieren, lĂ€dt der FlĂŒchtlingsrat Niedersachsen am 16.06.2011 um 19:00 Uhr zu einer Veranstaltung mit Bastian Wrede ein

