Stellungnahme des AKJ Bremen
Im Oktober vergangenen Jahres ĂŒberfuhr der Nazi Florian Stech in Freiburg einen Antifaschisten, dieser ĂŒberlebte schwer verletzt.
Stech wartete in seinem Wagen an einem Schleuspunkt fĂŒr ein Nazikonzert in der Region, als dort eine kleine Gruppe Antifaschist_innen auftauchte. Laut Aussage Stechs sei diese Gruppe auf sein Auto zugelaufen, er sei in Panik geraten und deswegen in die Gruppe hineingerast. Auch das Landgericht in Freiburg glaubte dieser AusfĂŒhrung nicht, allerdings konnte der versuchte Totschlag auch nicht nachgewiesen werden. Ein Freispruch aus Mangel an Beweisen war die Folge.
Florian Stech, der sich im Prozess erfolgreich als Beinahopfer inszenieren konnte, ist auĂerhalb des Gerichtssaal alles andere als harmlos. Nicht nur die Vorstrafe wegen gefĂ€hrlicher Körperverletzung spricht eine andere Sprache. Bereits im Vorfeld des Geschehens postete Stech ĂŒber Gewaltfantasien gegen Antifaschist_innen. Besondere Aufmerksamkeit erregte eine Reihe aus Postings, in denen er sich ausmalte, wie er einen vermeintlichen Angriff von Antifaschist_innen gegen ihn nutzen könne um diese schwer oder tödlich zu verletzen und sich im darauf folgendem Verfahren auf Notwehr zu berufen.
Weiterhin auffĂ€llig war, dass Florian Stech nicht, wie in der Szene ĂŒblich, eine_n AnwĂ€lt_in aus der rechten Szene fĂŒr die Verteidigung beauftragte. Stattdessen lies er sich von der Sprecherin der GAF (GrĂŒne Alternative Freiburg) und AKJ Mitglied Tina Gröbmayr verteidigen.
Dieses Zusammentreffen löste in den AKJ Gruppen, die bundesweit im Bundesarbeitskreis kritischer Juragruppen organisiert sind, eine Diskussion darĂŒber aus, wie der BAKJ zur Verteidigung von Neonazis und deren Verbrechen steht. Deswegen haben auch wir uns an der Diskussion beteiligt und eine Stellungnahme ausgearbeitet.
Zu lesen gibt es sie unter „ErklĂ€rung“ und als PDF zum download.


Ich kann der „ErklĂ€rung“ nur zustimmen! Ich habe die AKJ immer als antisexistische und antifaschistische Gruppe betrachtet, doch als ich von Tina Gröbmayr als Verteidigerin fĂŒr den Nazi F. Stech hörte, war ich enttĂ€uscht keine sofortige Stellungnahme von euch zu hören…