Veranstaltung: VerschÀrfungen des Rechts: Sexualstrafrecht
VerschÀrfungen des Rechts: Sexualstrafrecht
Die Ereignisse wĂ€hrend der Kölner Silvesternacht, in der offenbar hunderte Frauen sexuell belĂ€stigt und bestohlen wurden, haben eine neue Debatte ĂŒber sexualisierte Gewalt und die Frage, wie mit dieser rechtlich umzugehen ist, entfacht. Diese Debatte und die Tatsache, dass viele der mutmaĂlichen TĂ€ter einen Migrationshintergrund hatten, wurde dabei zum Teil genutzt, um Stimmung gegen âFlĂŒchtlingeâ zu machen und sexualisierte Gewalt pauschal als ein âimportiertesâ Verbrechen darzustellen. Dass aber Frauen in Deutschland immer wieder, unabhĂ€ngig von der Herkunft der TĂ€ter, von sexualisierter Gewalt betroffen sind, zeigt, dass dies ein generelles Problem ist. Die genannten Ereignisse haben jedenfalls dazu gefĂŒhrt, dass der Ruf nach einer VerschĂ€rfung des Sexualstrafrechts momentan immer deutlicher wahrzunehmen ist.
- Doch inwiefern ist eine VerschÀrfung des bestehenden Sexualstrafrechts eine
wirksame MaĂnahme gegen sexualisierte Gewalt? - Welche StrafbarkeitslĂŒcken weist das bestehende deutsche Strafrecht auf?
- Welche gesellschaftlichen Faktoren spielen eine Rolle und wie muss gesellschaftlich mit sexualisierter Gewalt umgegangen werden?
Wir möchten uns dem Thema annÀhern und die Streitfragen am
05.04.2016 um 18:30 Uhr in Raum GW1 C 2320 (ZERP-Raum)
am Fachbereich 6 der Uni Bremen diskutieren. Hierzu haben wir folgende Personen eingeladen:
- Â BĂ€rbel Reimann (Bremische Zentralstelle fĂŒr die Verwirklichung der
Gleichberechtigung der Frau) - Anna Wolfinger und Maren Winter (Studentinnen am Fachbereich 6)
- Prof. Dr. Ingeborg Zerbes (Fachbereich 6)

